Ismaninger Winterlaufserie 21,4km

Gestern stand das 21,4 Kilometer lange Finale der Ismaninger Winterlaufserie auf dem Programm. Es waren insgesamt 848 und damit rund 85 Teilnehmer mehr am Start als im letzten Jahr – und das merkte man auch an den Leistungen im vordersten Fünftel.

Meine Bestzeit auf der Halbmarathonstrecke beträgt derzeit 1:24:19,1h, gelaufen beim Tölzer Isarlauf 2013. Dass ich diese Zeit in Ismaning nicht knacken würde, war klar, ist doch die längste Strecke der Winterlaufserie 21,4 Kilometer lang und damit 300 Meter länger als die klassische HM-Distanz. Trotzdem – ich wollte zumindest eine Zeit aufstellen, die in einer Linie mit der 1:24:19,1h steht. Geht man von einem Durchschnitts-Pace von 4min/km aus, durfte ich also 1/3x4min=1:20min länger und damit ~1:25:40h brauchen. Um es vorweg zu nehmen: Es ging sich exakt aus.

Anreise per Rad

Diesen Winter bin ich zu allen drei Ismaninger Winterläufen mit dem Rad „angereist“. Die Vorteile liegen auf der Hand: Keine dröge Morgenstimmung in der S-Bahn, sofortiges Aufwärmen während der Anfahrt, keine Warterei nach dem Lauf. Und natürlich der Spaß am Radfahren, speziell am Morgen durch die verkehrsarme, verschlafene Stadt.

Heute gehe ich es auf dem Rad bewusst langsam an, immerhin ist die Anfahrt 22,5km lang und ich will die Beine nicht überstrapazieren. In Ismaning herrscht bereits ordentlich Betrieb, als ich um kurz nach halb zehn eintreffe. In Ruhe kann ich mich umziehen, gönne mir noch einige Schlückchen aus der Flasche und mache die Beine locker. Dann: Der Startschuss. Auf dem ersten Kilometer überhole ich geschätzt 40 Leute, finde schließlich einen ganz guten Platz unter gleich schnellen Läufern und lasse mich mit einem Pace zwischen 3:55 und 4:05 min/km mitziehen. Schneller als erwartet kommt die Verpflegungsstation bei km7, erste Läufer werden wieder etwas langsamer.

Für mich beginnt jedoch die Kolonnenspringerei. Immer weiter hechte ich nach vorne, klemme mich von Windschatten zu Windschatten – und keine/r überholt mich. Gutes Gefühl! Nachdem ich bei km14 merke, dass ich die Zeit vom 21,4km-Lauf 2013 (1:27:19h) locker knacken werde, laufe ich nun ein wenig mehr aus dem Bauch heraus und schaue weniger auf die Uhr.

Das zieht sich!

So sehr man sich auch wünscht, in einem Lauf würde kein Durchhänger auftauchen – meist kommt er doch, auch bei den „kürzeren“ Läufen. Heute wartet er zwischen km16 und km17 auf mich – aber ich beiß mich durch, auch wenn ich einen 4:12er Pace wegstecken muss. Einige Plätze kann ich noch gut machen, und nach einem diesmal nicht ganz so schnellen Sprint laufe ich nach 1:25:41h ins Ziel ein – und damit genau in meiner prognostizierten Zeit und mehr als eineinhalb Minuten schneller als letztes Jahr! Das bedeutet heute den 40. Platz von 848 Läufern.

Schnell geht’s zum heißen Zitronentee und danach zum Rucksack, in trockene Klamotten wechseln. Einmal komplett umgezogen – und schon ist es wieder mollig warm. Besonders die im Kleiderschrank inzwischen reichlich vorhandene Merino-Unterwäsche bewährt sich hier. Ich packe meinen Krempel, kippe mir noch ein paar Zitronentees hinter die Binde und schnappe mir einen zuästzlichen Becher des heißen Zuckergebräus, um Bene Braun im Ziel standesgemäß zu begrüßen. Der hat seine HM-Bestzeit um stolze 7 Minuten verbessert! Bravo!!

Ich bin mit meinem 32. Gesamtwertungsplatz (von insgesamt 565 Teilnehmern in der Serienwertung, hier wird der 13km-Lauf im Dezember 2013, der 17km-Lauf im Januar 2014 und der heutige Lauf zusammengezählt) bei einer Gesamtzeit von 03:24:14h ganz zufrieden. Die Konkurrenz ist härter geworden – letztes Jahr konnte ich mit einer Gesamtzeit von 03:27:21h noch den 26. Platz von 529 Serien-Teilnehmern erreichen. Anderersseits: Die Top 15 machen im Prinzip nur Profi- und Halbprofi-Läufer unter sich aus, die sich teils hauptberuflich dem Laufen widmen. Von daher bin ich sogar sehr zufrieden.

Nächstes Ziel: Regensburg Marathon am 04.05. 2014. Unter drei Stunden! 🙂

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