Trailrunning-Runde über Seekar und Roßstein

Im Rahmen eines geselligen Jugendabschiedes, Verzeihung, Junggesellenabschiedes ergab sich die Möglichkeit, eine schöne Runde durch die Bayerischen Vorberge zu legen. Einziges Manko: Diese Hitze!

Startpunkt der Runde ist die Mühltalalm auf 1418 Metern, unser Domizil für ein paar heiße Sommertage. Die Sonne steht schon hoch am Himmel, als ich gegen 8:30 Uhr die Laufschuhe schnüre und mich auf den Weg zum Brandkopf (1569m), dem ersten Gipfel der Runde, mache.Der selten besuchte Graskopf ist nicht viel mehr als eine kleine Erhebung zwischen Spitzkamp und Seekar, bietet aber einen schönen Blick zurück auf die Selbstversorgerhütte.

Ich warte nicht lange ab und mache mich auf den Weg hinüber zum Seekarkreuz (1601m). Der Weg ist gut bekannt, am grasigen Ostrücken findet sich schön abgestuftes Laufgelände. Oben am Gipfel winke ich kurz Richtung Karwendel hinüber, mache am steileren Westrücken etwas vorsichtiger und biege dann links Richtung Tegernseer Hütte ab. Ein bewaldeter Gratrücken leitet zur kleinen Kletterstelle mit Metallleiter, dann geht es Zickzack durch den Wald, wenig später bin ich am Sattel „Maria Eck“ (1469m) angekommen.

Auf dem Seekarkreuz
Auf dem Seekarkreuz

Jetzt wird es schon richtig heiß, und so schaffe ich es nicht ganz, den “Normalweg” auf den Schönberg durchzulaufen. Dort, wo der Weg aus Wald und Felsen hervortritt und der freie Gipfelhang in Sicht kommt, muss ich kurz verschnaufen. Oben (1620m) angekommen, bietet sich ein echter Paradeblick auf Karwendel, Isarwinkel und Jachenau. Ich laufe hinunter zum (derzeit zur Renovierung abtransportierten) Gipfelkreuz, schlage einen Haken zurück nach Osten zur Schönbergalm und nehme schließlich Kurs auf die Buchsteinalm. Hier mache ich eine zwanzigminütige Pause, um den Puls runterzubringen, und nehme dann den am Ende steilen Anstieg Richtung Roßstein (1698m), dem höchsten Punkt der Runde, unter die Sohlen.

Karwendelblick vom Schönberg
Karwendelblick vom Schönberg

Das seilversicherte Stück zum Gipfelaufbau bremst mich etwas aus, oben genieße ich erneut die Aussicht und bin wenig später unten bei der Tegernseer Hütte. Ich widerstehe der Verlockung, hier schon ein Kaltgetränk zu mir zu nehmen, und laufe die unzähligen Serpentinen hinab zur Buchsteinhütte, wo ich zwei Buttermilch (im Angebot: 0,5l/1,80€!) und eine Nudelsuppe zu mir nehme und mich eine Runde in den Schatten lege.

Eineinhalb Stunden später mache ich mich wieder auf die Laufsocken, laufe den Hüttenfahrweg hinab zur Schwarzentennalm, überquere den wenig prominenten Sattel Richtung Bad Wiessee und laufe an der Abzweigung zum Hirschtalsattel/Fockenstein/Kampen bei den “Neuhütten” ein. Ein Brunnen plätschert vor sich hin, und so kühle ich meinen überhitzten Kopf ein wenig ab…wie angenehm!

Buchsteinalm von der Tegernseer Hütte
Buchsteinalm von der Tegernseer Hütte

Es ist Mittag geworden, die Sonne knallt erbarmungslos vom Himmel, und trotzdem schaffe ich es, die Strecke durch den Stinkergraben bis rauf auf den Hirschtalsattel durchzulaufen. Wie ich jedoch erwartet habe, ist hier erst einmal Schluß mit dem Laufspaß. In den Nordhängen des Ochsenkamp steht die Hitze, und so Kämpfe ich mich durch die steilen Latschengassen hinauf zu den Kampen. Die zweihunderfünfzig Höhenmeter fühlen sich an wie 1000….

Oben setze ich mich kurz in den Schatten, fahre den Puls erneut herunter und begebe ich mich dann auf den Marsch/Lauf Richtung Auer- und Spitzkamp (1607m/1603m). Abschnittsweise jogge ich, dann nehme ich wieder das Gas raus. Bei der Affenhitze sollte man nicht zuviel wollen….

Finale auf den Kampen
Finale auf den Kampen

Schließlich turne ich die harmlosen Kletterstellen am Spitzkamp-”Westgrat” wieder hinunter zum “Mühltal-Sattel” und jogge den Weg hinab zur Mühltalalm. Den Rest des Nachmittages verbringe ich mit Trinken…

Leider hat meine GPS-Uhr kräftige Aussetzer gehabt. Das oberste Stück am Roßstein fehlt, vom Hirschtalsattel hinauf zum “Kampengrat” war gar kein Empfang. Ich schätze, dass die Gesamtlaufzeit bei gut 3 Stunden lag, die Strecke sich auf Halbmarathonlänge summierte und sich die Höhenmeter auf rund 1500-1600 belaufen. Mit Pausen war ich 5 ½ Stunden unterwegs. Den (lückenhaften) GPS-Track gibt es hier.

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