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Raiffeisen Oberland Challenge (ROC) – Mooshamer Waldlauf und Wolfratshauser Stadtlauf

FINALE! Mit dem Mooshamer Waldlauf (8km) und dem Wolfratshauser Stadtlauf (10 km) geht meine erste Teilnahme an der zehnteiligen Raiffeisen Oberland Challenge (ROC) 2015 durchaus erfolgreich zu Ende. Fazit: Nächstes Jahr wieder!

Samstag, 26.09.2015, Mooshamer Waldlauf. Irgendwie habe ich heute keine rechte Lust auf Laufen. Jedenfalls habe ich das (trügerische) Gefühl, dass es heute mit einem guten Platz nicht klappen wird. Umso überraschter bin ich, als sich der Mooshamer Waldlauf (der dieses Jahr zum vierzigsten Mal stattfindet) nach dem Startschuß als echtes ROC-Schmankerl entpuppt und soviel Schmalz in den Haxn ist, dass die beiden abwechslungsreichen 4 km-Runden wie im Flug vergehen..

Nach dem Start auf der freien Wiese sortiert sich das Feld schnell. Ich reihe mich hinter einem flinken Läufer der LG Tölzer Land ein, den ich sogar nach circa zwei Kilometern abhängen kann. Es wird fleißig taktiert, Grüppchen bilden sich, lösen sich wieder auf – und nach dem ersten „Durchlauf“ sehe ich mich plötzlich in der glücklichen Position, einen der schnellsten Läufer des SC Moosham in meinem Nacken zu wissen. Es ergibt sich eine „zielführende“ Mischung aus angespornt fühlen und mitziehen, und so laufen wir im Schlepptau die zweite 4 km-Runde gemeinsam. Feldwege, Pfadabschnitte, Forststraßen und der Rand eines abgeernteten Feldes – langweilig wird’s nicht, zudem warten pro Runde ca. 70 Höhenmeter auf die inzwischen laufhungrigen Beine.

Zum Ziel hin zieht der Mann vom SC Moosham an mir vorbei und ich kann meine mehr als 80 kg nicht mehr an ihn heranwuchten. Am Ende reicht’s aber mit einer 31:10 min für den vierten Platz in der AK und den elften (wenn ich richtig gerechnet habe) in der Gesamtwertung. Viel stolzer bin ich jedoch darauf, den durchaus kniffligen Kurs mit einem km-Schnitt von unter 4 min gelaufen zu sein. Hätte ich heute wirklich niemals gedacht! Fazit: Hirn ausschalten und die Beine einfach machen lassen macht beim Laufen echt viel aus!

Gelaufen mit:

Wolfratshauser Stadtlauf – zehnter und letzter Lauf der ROC 2015

Vier Runden von je 2,5 Kilometer durch die Wolfratshauser Innenstadt – der Blick auf den Streckenplan des Wolfratshauser Stadtlaufs lässt einen kurzweiligen, abwechslungsreichen Lauf erwarten. Ich kenne jeden Meter – allerdings nicht, weil ich hier schon einmal mitgelaufen wäre, sondern weil ich meine MS-kranke Mutter, die im AWO-Pflegeheim in Wolfratshausen untergebracht war, unzählige Male im Rollstuhl über die Wege der Loisachstadt geschoben habe, die heute belaufen werden. Ich will den heutigen Lauf und meine erste ROC-Teilnahme daher auch meiner Mutter widmen, die vor 16 Jahren an den Folgen ihrer Erkrankung gestorben ist.

Nasskalt präsentiert sich der Wolfratshauser Marienplatz am Rennsonntag. Ich hab‘ mich zu weit hinten eingereiht und muss mich nach dem Startschuss ein wenig nach vorne durchmogeln. Wenn man unter die Top 15 läuft, sollte man sich auch unter den Top 15 am Start einreihen. Andererseits fördert Überholen ja die Kampfmoral…

Mit einem wechselhaften Gefühl im Bauch suche ich mir eine Gruppe, der ich gerade noch folgen kann. Überdrehe ich? Oder kann ich das Tempo um die 3:40 min/km einigermaßen durchziehen? Der Kurs ist wie erwartet schön und vor allem unübersichtlich, was mir sehr entgegenkommt, denn ewig lange Geraden mag ich nicht so gerne. Zudem herrscht an der Strecke eine tolle Stimmung und die Sonne verjagt die Wolken. Nach der ersten 2,5 km-Runde ist die Überraschung groß, als ich auf die Uhr blicke: erst 9 Minuten sind durch! Wenn ich das auch nur einigermaßen durchziehen kann, könnte eine neue persönliche Bestleistung im 10 km-Wettkampf herausspringen (die bei 38:33 Minuten beim Geretsrieder Stadtlauf 2015 liegt).

Ich kann in den folgenden drei Runden meine Position super verteidigen, hänge sogar ein paar Läufer ab, lasse mich kaum überholen und laufe schließlich nach einer doch recht anstrengenden vierten Runde als Dritter in der AK und 13. in der Gesamtwertung nach 37 Minuten und 26 Sekunden im Ziel ein. Das bedeutet eine neue PB und, wenn ich richtig gerechnet habe, den dritten Platz in der Altersklasse in der Gesamtwertung der Raiffeisen Oberland Challenge bei meiner ersten Teilnahme. Jippie, was für ein Auftakt!

Gelaufen mit:

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